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Balsam für die Seele...

03
Fe
Als mein zweiter Opa starb...
03.02.2019 00:00

Im Licht der Liebe...
 

Es war im Jahr 2015, als mich mein Vati anrief und mir sagte, dass mein Opa jetzt im Hospiz ist.

Ich muss dazu sagen, damals wusste ich noch nicht was ein Hospiz ist.

Ich dache, dass es eine Pflegeeinrichtung für schwerkranke Menschen ist.

Erst später fand ich heraus, dass man dort Menschen zum sterben hin bringt, bzw. das es ein Ort ist, wo schwerkranke Menschen ihre letzten Tage hier auf Erden verbringen können.

Ich sagte zu meinem Vati, dass ich mal gucken will, ob ich energetisch etwas für Opa tun kann.

Im Anschluss des Telefonats fragte ich die geistige Welt und die Seele meines Opas, ob es mir erlaub ist energetsch, über die Ferne, für meinem Opa zu arbeiten.

Die Antwort lautete Ja.

Also begab ich mich auf die energetische Reise, um zu schauen was zu klären ist.

Ich bekam einige Infos zur Leber und Lunge.

Was mich nicht verwunderte, da ich wusste, dass mein Opa sehr starker raucher war.

Ich muss aber auch noch dazu sagen, dass ich meinen Opa nicht wirklich kannte.

Meine Eltern ließen sich scheiden, da war ich ca. 5 Jahre alt.

Der Kontakt zu meinem Vati und auch der Kontakt zu den Eltern von meinem Vati, also meinem Opa und meiner Oma väterlicherseits, brach komplet ab.

Als Kind wusste ich dann nicht mal mehr wie mein Opa aussah.

An meine Oma konnte ich mich schwach erinnern, aber nicht mehr an meinen Opa, so als hätte es ihn nie in meinem Leben gegeben.

Als ich ca. 14 Jahre alt war stellte ich den Kontakt zu meinem Vati wieder her, weil ich wissen wollte, wer er ist.

Nach dem der Kontakt zu meinem Vati wieder da war, fuhren wir dann auch irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt - einige Jahre später - zu besuch zu meiner Oma und zu meinem Opa.

Das war dann auch das einzige und letzte Mal, dass ich meinem Opa zu Gesicht bekommen hab, bevor er gestorben ist.

Aus den Erzählungen meiner Familie, mütterlicherseits, war er ein sehr eigensinniger, verbitterter und mich sich selbst im Unfrieden lebender Mann, der sehr gemein und böswillig gegen andere Menschen vorgehen konnte und handelte.

In meiner energetischen Arbeit mit ihm sprach seine Seele zu mir, und sagte:

''Es tut mir leid, dass ich nicht der Opa für dich sein konnte, der ich gerne für dich gewesen wäre!''

Diesen Satz werde ich niemals mehr in meinem Leben vergessen!

Ich fing an zu weinen, weil ich sehr traurig darüber war, dass wir so wenig Zeit miteinander verbringen konnten.

Und darüber bin ich heute immer noch sehr trauig, und weil wir Menschen soviel Zeit damit verschwenden uns zu streiten und/oder wütend aufeinander zu sein und wir dann die Menschen - die Seelen - von uns wegstoßen, die uns am meisten in unserem Leben etwas bedeuten.

Durch Verletzungen unseres Stolzes -> unseres Egos - und auch Verletzungen unseres inneren Kindes, versperren wir die Türen zu den Menschen - zu den Seelen - die wir eigentlich von Herzen so sehr lieben.

Im gleichen Zuge weiß ich aber auch, dass genau da ganz bestimmte Lernaufgaben unserer Seelen dahinter stehen und nichts, wirklich gar nichts, ohne Grund passiert und alles einen ganz bestimmten Sinn hat, auch dann, wenn wir ihn zum jeweiligen Zeitpunkt nicht sehen bzw. noch nicht verstehen können.

Der Zeitpunkt an dem wir es dann verstehen - verstehen können - kommt mit Gewissheit!

Zwei Tage nach dem ich energetisch mit meinem Opa über die Ferne gearbeitet hab und er mir gesagt hat, dass es ihm leid tut, dass er nicht der Opa für mich sein konnte, der er gerne gewesen wäre, bekam ich erneut einen Anruf von meinem Vati, der mir dann mitteilelte, das Opa von uns genangen und gestorben ist.

Ich brauchte erstmal etwas Zeit, um den Schock zu verarbeiten, weil ich ihm ja eigentlich ''helfen'' wollte, dass es ihm wieder besser geht.

Dann kam mir die Erkenntnis, ich hab ihm mehr geholfen, als es mir zum damaligen Zeitpunkt bewusst war.

Dadurch, dass er mir sagen konnte, dass es ihm leid tut, dass er nicht der Opa für mich sein konnte, der er gerne für mich gewesen wäre, und ich ihm vergeben habe, konnte er in Frieden gehen und die Qualen nahmen dadurch für ihn ein Ende.

Die Lernaufgabe unserer Seelen, war in diesem Zusammenhang, VERGEBUNG.

 

 

Text: Katja Obieglo

  Copyright © Katja Obieglo

  Bildquelle: Pixabay

 


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